Bayerischer Landesverband der Marktkaufleute und der Schausteller e. V.


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Großkundgebung zur 36. Landesdelegiertenkonferenz
Leitende Ministerialrätin Sabine Nießen als Gastrednerin


Nach dem traditionellen Gottesdienst richtete der BLV auch zur Landesdelegiertenkonferenz 2008 eine Großkundgebung aus. Hier konnten der BLV noch einmal seine Probleme und Sorgen den Politikern vortragen.

Im Foyer der Fraunhoferhalle waren rund 300 Besucher anwesend, als BLV-Präsident Wenzel Bradac der anwesenden Ministerialrätin Sabine Nießen, dem Landrat Alfred Reisinger, dem Präsidenten des Bayerischen Städtetages Dr. Uwe Brandl und dem Oberbürgermeister Reinhold Perlak das Leid des Reisegewerbes aufzeigte.

Die Themen gingen hier über die Absage von Märkten und Volksfesten wegen Seuchen oder Terrorgefahr ohne nennenswerte Bedrohung, die Platzvergabe nach Losverfahren oder durch Gerichtsentscheidung statt dem Prinzip „bekannt und bewährt“, die hohen Energiekosten und Anschlussgebühren, das Rauchverbot in Bierzelten und die Feinstaubregelung. Die Feinstaubproblematik ist hier für kleine Betriebe Existenzgefährdend. Umrüstungen sind zum größten Teil technisch nicht möglich, Neuanschaffungen nicht finanzierbar. Bereits angedachte Ausnahmegenehmigungen sind durch hohe Gebühren nicht akzeptabel. Nachdem das Reisegewerbe hier an die Wand gedrängt wird, ist hier die Bundesregierung gefordert, so Präsident Bradac. Als Hoffnungsschimmer sieht Bradac die Entscheidung der Stadt Hannover.
Hannover hat hier als Vorreiter eine vorbildliche Lösung angestrebt. Hier können generell bedingte Fahrten zu, von und auf Festplätzen, ohne Bearbeitungsgebühren durchgeführt werden. Einzig erforderlich ist der Nachweis, der Teilnahme zu der jeweiligen Veranstaltung.

Dr. Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Städtetages bekam vom BLV-Präsidenten Wenzel Bradac den zweiten, neu gestalteten BLV-Ehrenkrug überreicht. Brandl hatte sich in seinem Grußwort gegen die Privatisierung von Märkten und Volksfesten ausgesprochen. „Wir legen Wert auf Vielfalt und Althergebrachtes. Wir brauchen keine Billiganbieter aus Polen oder Niederlanden!“ betonte er und erntende damit den Applaus der Anwesenden.

Den dritten Ehrenkrug bekam Landrat Alfred Reisinger, der auf die kurzfristige Absage von Dr. Ottmar Bernhard schimpfte. „Ihr Verband hätte verdient, dass ein Minister kommt“. Er sprach den Marktkaufleuten und den Schaustellern seinen Dank für ihren Mut aus, immer wieder zu investieren, um andere eine Freude und sorglose Zeit zu bereiten.

Präsident Bradac nahm Alfred Reisinger in die Verpflichtung, für die 37. Landesdelegiertenkonferenz 2010 den Gastredner zu gewinnen, die dieser gerne annahm.

Oberbürgermeister und BLV-Ehrenmitglied Reinhold Perlak bedankte sich beim BLV für die Entscheidung, die 36. Landesdelegiertenkonferenz in Straubing abzuhalten. Er wünschte den Marktkaufleuten und den Schaustellern für die Zukunft viel Erfolg und „ein Stück weniger Sorgen“.
Präsident Bradac erklärte in seinem Schlusswort anerkennend: „Wir hätten nicht gedacht, dass wir in Straubing so herzlich aufgenommen werden.“


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