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Die Nöte hinter den bunten Fassaden . OWZ -
oberpfalznetz -
25.01.2012 | Netzcode: 3116779 | 50 Mal gelesen.
Die Nöte hinter den bunten Fassaden
Schausteller-

AMBERG/WEIDEN. Fröhliche Zuckerwatte-
"Hinter den bunten Fassaden sieht es gar nicht so rosig aus", stellte Wenzel Bradac fest, der Vorsitzende des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute und der Schausteller.
Er hielt heuer seine Delegiertenversammlung in der Weidener Max-
Die Reisegewerbetreibenden, so ihre Sammelbezeichnung, haben heute mit allerlei Widrigkeiten zu kämpfen, wie Bradac erläuterte. So die Betreiber von Fahrgeschäften: Volksfeste konkurrierten heute mit den riesigen Freizeitparks. "Riesenräder mit 60 Metern Durchmesser für mehrere Millionen Euro" würden deshalb auch auf dem Jahrmarkt erwartet. Dazu kämen Sicherheits-
Von "enormen Umsatz-
Bradac fordert hier eine Gleichstellung mit den ortsansässigen Gastronomen. Auch müssten die Marktkaufleute von dem Sonntagsfahrverbot befreit werden, wie dies längst bei Jahrmarkt-
Die Obsthändler seien im vergangenen Jahr durch die EHEC-


litten unter der Feinstaubregelung der Großstädte. Eine Nachrüstung mit einem Rußpartikelfilter sei bei den Fahrzeugen oft nicht möglich.
Wirtschaftsminister Martin Zeil versicherte, sein Möglichstes für die Branche zu tun. "Ich war sehr lange Zweiter Bürgermeister", zeigte er Verständnis und fand, dass es "nicht Regelungen für alles und jenes" geben müsse. Bei den Sicherheitskonzepten zum Beispiel solle man eine "flexible Verwaltungspraxis" anwenden. Mittelstandsfreundlich auch seine Forderung: "Der Staat hat sich aus der Lohnfindung herauszuhalten", einen Mindestlohn lehne er strikt ab.
Der Weidener Bürgermeister Jens Meyer versprach in seinem Grußwort den Schaustellern, die "ein Bestandteil bayerischer Kultur" seien, dass es in Weiden auch künftig einen Volksfestplatz geben werde. "Es wird weitergehen."
Harald Mohr
Quelle: http://www.oberpfalznetz.de/owz/3116779-